In den letzten Jahren erlebte dieser Planet nicht nur eine ständige Eskalation der weltweiten Konflikte, sondern auch hierzulande eine Zunahme der sogenannten Kriegstüchtigkeit in allen gesellschaftlichen Belangen wie etwa der Bildung, der Medizin, der Armutsbekämpfung und der Pflege, während gleichzeitig frohlockend der Anstieg der militärischen Ausgaben beschworen wird, der angeblich immer noch viel zu gering sei. Denn trotz der Milliarden, die in die Bewaffnung und Ausrüstung des Heeres gesteckt werden, wird beklagt, die Armee des Landes sei "kaputtgespart" worden, der Wehrdienst sei zu kurz und die Neutralität nur mehr eine reine Auslegungssache.
Ein Aspekt, der dabei oft außer Acht gelassen wird, ist die Militarisierung der angeblich "zivilen" Infrastruktur. Monsterbauten wie das Google Rechenzentrum in Kronsdorf sind nämlich nicht nur eine Umweltkatastrophe, sondern auch ein Mordor für künftige Kriege, das primär militärischen Zielen und der totalen Kontrolle dient. Und dabei handelt es sich nur um eines von 53 Rechenzentren in Österreich, betrieben von den üblichen Verdächtigen Google, Amazon und Microsoft.
Und während die Straßen oder selbst der Schienenverkehr oder die Brücken panzerfit gemacht werden, halten Armeeangehörige Vorträge in Schulen und auf Universitäten, bilden LehrerInnen in Feindbildpflege aus und werben neues Kanonenfutter an. Prospekte des Bundesheeres, in denen sie nach neuen Rekruten und auch immer mehr Rekrutinnen suchen, liegen auf allen Ämtern und insbesondere auf dem AMS auf.
Es ist nicht das dämonisierte Russland oder die Achse des Widerstands, die uns angeblich bedrohen, es sind unsere westlichen Kriegshetzer , die uns für ihre eigene Karriere, und die Profitinteressen des MIK verheizen wollen.
Auch die Sprache hat sich militarisiert oder sich wieder auf Begriffe herabgelassen, die seit den Nazis keiner mehr zu sagen wagte. Unsere geifernden Medien und ferngesteuerten Volksvertreter malen uns ein Feindbild und hetzen uns auf. In den letzten Jahren wurde so das Unvorstellbare wieder zur realistischen Prognose und für einige Profiteure zur hoffnungsvollen Perspektive.
Wir haben es mit völlig unkritischen, korrupten und unterwürfigen JournalistInnen und PolitikerInnen zu tun, die sich bereitwillig für die Kriegshetze zur Verfügung stellen. Sie sind hauptsächlich mitverantwortlich für das Klima der Angst und der Aufrüstung, für die der Sozialstaat ebenso aufgegeben wird wie Bildung und gesellschaftlicher Fortschritt.
Schreihälse und Rüstungslobbyisten feiern Hochkonjunktur , verklagen Kritiker und mästen die Kriegsmaschinerie als alternativlose Herrschaftsform auf Kosten des gesellschaftlichen Reichtums...
Bis jetzt kennen wir seit mehr als 8 Jahrzehnten den Krieg nur mehr als einen unserer erfolgreichsten Exportartikel und mussten nicht selbst darunter leiden. Jetzt mehren sich die Signale, dass der Krieg heimkehrt an seinen Ursprung, seine Quelle. ... denn Krieg und Aggression kommen stets aus westlicher Richtung, das sollte uns bewusst sein, denn wir leben im Herzen der Bestie.
Unsere Hauptaufgabe hier wäre es, diesen Krieg zu stoppen und nicht der Klassenkampf im Iran oder der Regime-change in einem der gerade von unserem Imperialismus angegriffenen Länder.
Als Mitglied des Internationalen Bündnisses gegen den Krieg haben wir deshalb am Russischen Friedhof in Melk einen Kranz niedergelegt, mit 3 Schleifen:
Auf einer Schleife steht: Im Gedenken an die 27 Mio. sowjetischen Opfer des Nationalsozialismus

Auf der anderen: Zum Dank für die Befreiung vom Faschismus/ Und auf der dritten: Internationales Bündnis gegen den Krieg. Damit wollten wir ein Zeichen setzen gegen die Russophobie, die bedingungslose Förderung von Kriegsrael und die steigende Kriegshetze. Und ich hoffe, noch viele deklarieren öffentlich so wie wir heute auf dieser Kundgebung, dass wir nicht einverstanden sind, nicht mit ihrer imperialistischen Propaganda und Kriegsgeilheit, nicht mit der Faschisierung des Systems -und nicht mit ihrem Völkermord in Palästina, der sich heute vor unser aller Augen ereignet, auch wenn unsere Quantitätsmedien nichts mehr darüber sagen.