Am 23.1.26 fand im Freien Wort in Wien die Podiumsdiskussion des Bündnisses „Stimmen für Neutralität“ zum Thema Frieden mit Russland stand. Sie wurde von der Volkswirtin Franziska Harbich geleitet.
Robert Glaubauf, Bundessprecher der MFG, betonte die Wichtigkeit der österreichischen Neutralität, um Russland zu zeigen, dass das österreichische Volk sich an den NATO-Kriegsanstrengungen nicht beteiligen will. Gegenwärtig müssten sich alle Kräfte gegen die EU-Kriegstreiberei zusammenschließen. Auch die Ablehnung von Skyshield bleibe wichtig.
Peter F. Mayer von tkp.at betonte die lange antirussische Tradition des Westens und insbesondere Großbritanniens im Fahrwasser von John Mackinder Herzlandtheorie. Die Aggressivität der NATO sei auch mit dem ökonomischen Niedergang ihrer Mitgliedsstaaten begründet. Auch er plädierte für eine breite Front für den Frieden, in deren Mitte eine antikapitalistische Initiative stehen müsse.
Alexander Pospisil, Mitglied der Stadtleitung der KPÖ-Wien, berichtete über die bisher widersprüchlichen Positionierungen seiner Partei und kündigte an, für einen klaren Friedenskurs sorgen zu wollen einschließlich der Beteiligung an einem Bündnis.
Andreas Wimmer, Sprecher von Stimmen für Neutralität, betonte die Dramatik der Lage und die Verantwortung des Bündnisses, alle Kräfte für den Frieden und gegen die NATO/EU-Kriegstreiber zu mobilisieren. Dabei müssten Differenzen zunächst hintangestellt und im Prozess diskutiert, bearbeitet und eventuell einmal überwunden werden. Für den Frieden sei der Kampf für die Rückgewinnung der Souveränität Österreichs wichtig. Dies müsste mit dem Widerstand gegen die autoritäre Wende einhergehen, die stark über die EU organisiert wird. Immer dabei: das Eintreten für die sozialen Forderungen der Mehrheit! Er forderte alle auf tätig zu werden.
Es folgte eine lebhafte Diskussion. Einig war man sich, dass wir alle Kräfte zusammenschließen müssen, um das Thema öffentlich zu platzieren und einen Pol des Friedens gegen NATO/EU zu bilden.
Von Willi Langthaler